AG WitteMauerseglerNewsPressemitteilung

Die etwas andere WeltumSeglung

Die Tagebücher vierer Mauersegler während ihrer Reise nach Afrika

Am 24.7.2020 haben Mark Hase und Klaudia Witte 4 Mauerseglern in einer Brutkolonie in Abendberg, Kreis Roth, Bayern, kleine GPS-Logger aufgesetzt und fliegen gelassen. Die Logger werden mit Nylonfäden wie kleine Rucksäcke den Vögeln umgebunden.

Die GPS-Logger zeichnen sehr präzise auf, wo genau sich die Mauersegler in der bis zu 10monatigen Überwinterungsphase aufhalten. Bereits Ende Juli verlassen die ersten Segler die Brutkolonien und machen sich wieder auf den Weg nach Afrika. Mit Hilfe der GPS-Logger wollen wir herausfinden, welche Routen diese Vögel nutzen, über welchen Gebieten sie auf dem Zug als Zwischenstopps „eine kurze Pause einlegen“, welche Überwinterungsgebiete sie nutzen, wo sie sich dann mindestens 14 Tage aufhalten. Hierbei muss man wissen, dass die Mauersegler während ihre etwas 10monatigen Überwinterungsphase permanent in der Luft fliegen. In dieser Zeit kommen sie nie auf den Boden. Allerdings erhalten wir erst im nächsten Frühjahr das „Reisetagebuch“ der Mauersegler, wenn sie in ihre Nistplätze zurückkehren und der GPS-Logger wieder vom Vogel entfernt wird.

Diese Aktion ist eine Kooperation mit dem LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.), der die nicht ganz kostengünstigen Logger gespendet hat. Diese Kooperation wäre ohne Klaus Bäuerlein, ehrenamtlicher Leiter der AG Gebäudebrüterschutz des LBV-KG Roth, engagierter Vogelschützer und Mauerseglerexperte nicht möglich.

Klaus Bäuerlein baut und optimiert seit 2003 Mauerseglerbrutkästen und kontrolliert diese regelmäßig und beringt die Altvögel und ihre Jungen. Seine ehrenamtliche Arbeit ist unersetzlich und ein großer Gewinn, nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für unsere Gesellschaft. Ehrenamtliche sind exzellente Vorbilder für vor allem jüngere Generationen. Ihr großes Engagement und ihr unermüdlichen Arbeitseinsatz erfahren leider oft noch zu wenig Respekt und Würdigung in unserer Gesellschaft aber auch von den zuständigen Behörden.

Bei der Aktion war wieder ein Filmteam dabei.

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