Molekularbiologie
Molekulare Physiologie
LfbA, Sicherheitsbeauftragter, BBS
AR-B 2203/2
nach Vereinbarung
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dienstbach@biologie.uni-siegen.de

Institut für Biologie
Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät
Universität Siegen
Adolf-Reichwein-Str. 2
57068 Siegen

CV
Positionen
  • seit 09/2012: Lehrkraft für besondere Aufgaben im Institut für Biologie der Universität Siegen
  • 4/2007 – 12/2011: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Genetik, AG Prof. Renkawitz an der JLU Gießen
  • 6/2005 – 11/2005: Freie Mitarbeit im Institut für Pflanzenphysiologie in der AG Prof. Wagner
  • 7/2001 – 8/2002: Wohngruppenhelfer in der Heilpädagogischen Einrichtung Walter-Adlhoch-Heim, Weilmünster
  • 8/2000 – 6/2001: Zivildienst im Walter-Adlhoch-Heim in Weilmünster
Studium
  • 4/2012: Dissertation im Institut für Genetik, AG Prof. Renkawitz, der JLU Gießen
  • 4/2007: Diplomarbeit am Institut für Pflanzenphysiologie, AG Prof. Wagner, JLU Gießen. Erlangung des akademischen Grads “Diplom-Biologe” (Dipl. Biol.), Gesamtnote “sehr gut” (1,1)
  • 4/2006: Abschluss mündliche Diplomprüfungen mit den Schwerpunkten Pflanzenökologie (Note 1,3), Mikrobiologie (Note 1,3) und Pflanzenphysiologie (Note 1,0)
  • 8/2003: Abschluss Vordiplom (Gesamtnote 2,3), Beginn Hauptstudium mit den Schwerpunkten Biologiedidaktik, Pflanzenökologie, Pflanzenphysiologie und Mikrobiologie
  • 9/2001: Beginn des Studiums Biologie (Dipl.) an der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • 2000: Abitur am Gymnasium Philippinum Weilburg/Lahn mit den Leistungskursen Gemeinschaftskunde und Biologie
Forschung

Während der Diplomarbeit befasste ich mich mit dem Phytochrom-System im Moos Ceratodon purpureus. Ziel der Arbeit war, die bekannten Phytochrom-Gene einzeln und in Kombination auszuschalten und die Auswirkungen auf den Phänotyp im Hinblick auf Polaro-, Gravi- und Phototropismus zu ermitteln. Es sollte dabei geklärt werden, welches der drei bekannten Phytochrom-Gene in Ceratodon für diese physiologischen Reaktionen verantwortlich ist. Hierzu wurde ein in Bezug auf Effizienz deutlich verbessertes Gene-targeting durch Homologe Rekombination in Ceratodon etabliert. Weiterhin konnte ein bis dahin unbekanntes viertes Phytochrom-Gen in C. purpureus nachgewiesen werden. Es gelang, neben Einzel- und Doppel-knock-outs auch entsprechende Triple-knock-outs herzustellen, wodurch der jeweilige Einfluss der Phytochrom-Gene ermittelt werden konnte.

Während meiner Dissertation beschäftigte ich mich mit dem Transkriptionsfaktor CTCFL (CTCF-like, auch BORIS = Brother of Regulator of Imprinted Sites), welcher im Aufbau sehr dem 11-Zinkfinger-Protein CTCF ähnelt, jedoch im Expressionsmuster deutliche Unterschied zeigt. Während CTCF fast überall im menschlichen Körper exprimiert wird (ebenso bei anderen Säugetieren), tritt eine erhöhte Expression von CTCFL nur im Hoden und in einigen Tumorzellen auf. Fraglich war, ob die Expression von CTCFL in den Tumorzellen Auslöser für den Tumor, oder Folge des Tumors ist. Hierzu wurde CTCFL mit entsprechenden Tags versehen in einer Mauszelllinie induzierbar überexprimiert und das Expressionsmuster aller bekannten Proteine mit nicht-überexprimierenden  und mit nicht-induzierten Zellen verglichen. Im Ergebnis konnte eine Veränderung des Genexpressionsmusters für eine Reihe von Genen ermittelt werden, darunter Gpr56. Letzteres wurde durch CTCFL stark hochreguliert und wird im Zusammenhang mit einigen Krebserkrankungen genannt. Die Arbeiten wurden mit ähnlichen Ergebnissen von Philipp Bergmaier an menschlichen Zelllinien fortgeführt.

Publikationen
Dissertation
Artikel in Zeitschriften
  • Bergmaier, P., Weth, O., Dienstbach, S., Boettger, T., Galjart, N., Mernberger, M., Bartkuhn, M. and Renkawitz, R. 2018; Choice of binding sites for CTCFL compared to CTCF is driven by chromatin and by sequence preference; in: Nucleic Acids Research; gky483, pp. 1-11
  • Sleutels, F., Soochit, W., Bartkuhn, M., Heath, H., Dienstbach, S., Bergmaier, P., Franke, V., Rosa-Garrido, M., van de Nobelen, S., Caesar, L. and van der Reijden, M. 2012; The male germ cell gene regulator CTCFL is functionally different from CTCF and binds CTCF-like consensus sites in a nucleosome composition-dependent manner; in: Epigenetics & Chromatin, Vol. 5 Issue 8, pp. 1-21
  • Mittmann, F., Dienstbach, S., Weisert, A. and Forreiter, C. 2009; Analysis oft he phytochrome gene family in Ceratodon purpureus by gene targeting reveals the primary phytochrome responsible for photo- and polarotropism; in: Planta, Vol. 230, Issue 1, pp. 27-37
  • Mittmann, F., Dienstbach, S. and Wagner, G. 2007;  Large scale extraction of high quality moss DANN; in: Russian Journal of Plant Physiology, Vol. 54, Issue 4, pp. 564-568
Buchkapitel
  • Witte, K., Dienstbach, S., Gießelmann, U.C. and Wellbrock, A.H.J. 2018; Zoological collections teach biodiversity better than books and bytes; pp. 599-607; in: Beck (Hrsg.), 2018: Zoological collections of Germany – The Animal Kingdom in its Amazing Plenty at Museums and Universities, Springer International Publishing AG
Vorträge
  • Dienstbach, S. & Bergmaier, P.; 2010;: Does BORIS/CTCFL expression interfere with gene activity?, Vortrag im Rahmen des Kleinwalsertal-Meetings der Universitäten Gießen und Marburg
  • Dienstbach, S, 2017: Der gläserne Mensch – Was unsere Gene über uns verraten, Vortrag im Rahmen der Mittwochsakademie der Universität Siegen
Poster
  • Dienstbach, S. et al.; 2009; Functional Analysis of Adjustable BORIS (CTCFL) Expression and ist Influence on Cancer-related Target Genes; Annual Conference of  the German Genetics Society (GfG) in Köln
  • Bergmaier, P. et al., 2011; CTCF and BORIS: functional competitors; 1. Internationales Symposium des TRR 81, Gießen
Lehrveranstaltungen
WS
  • Praktikum Zellbiologie für Biologen
  • Praktikum Zellbiologie (Fak V)
  • Seminar Bioethik
  • Praktikum Humanbiologie
  • Praktikum funktionelle Morphologie der Tiere (WS 12/13 und WS 14/15)
  • Seminar Experimente für den Schulunterricht (WS 15/16 und SS 16)
  • Seminar Mikrobiologie (WS 13/14)
  • Seminar Ernährung (WS 14/15 und WS 15/16)
  • Exkursion Ernährung (WS 14/15 und WS 15/16)
SS
  • Praktikum Sachunterricht Grundschullehramt
  • Vorlesung Sachunterricht Grundschullehramt (Einzeltage)
  • Vorlesung Mikrobiologie (Einzeltage)
  • Praktikum Molekularbiologie
  • Praktikum Molekularbiologie und Genetik (Fak V)
  • Praktikum Tierphysiologie
  • Praktikum Pflanzenphysiologie
  • Praktikum Mikrobiologie
  • Botanische Bestimmungsübungen (SS 13 bis SS 19)
  • Ringvorlesung Übung zu wissenschaftlichen Arbeitsweisen (SS 17)
  • Seminar Bioethik und Biotechnologie (SS 14)
  • Seminar Tag der biologischen Vielfalt (SS 17, SS 18, SS 19)
Sonstiges
  • Schuljahresbegleitender Projektkurs “Forensik” für Schulen
  • PCR und RFLP-Kurse (Einzeltage) für interessierte Schulklassen
  • Große Sicherheitsbelehrung für Studenten der Biologie und der neuen medizinischen Studiengänge in der Fakultät V
  • Tutorium für Erstsemester
  • Tag der Biologischen Vielfalt
  • Jährliche Sicherheitsunterweisung Mitarbeiter der Biologie
  • Jährliche Sicherheitsunterweisung Gentechnik f. Mitarbeiter der Biologie
  • Betreuung von Abschlussarbeiten (Bachelor, Master, Staatsexamen)
Qualifikationen
  • Tutor im Institut für Pflanzenphysiologie der JLU Gießen 10/2003 bis 2/2004 und 10/2004 bis 2/2005
  • Sachkundenachweis (eingeschränkt) nach §5 der Chemikalien-Verbotsverordnung vom 14.10.1993
  • Sachkundenachweis nach § 15 Gentechnik-Sicherheitsverordnung
  • Ausgebildeter Ersthelfer an der Universität Siegen
  • Erfolgreiche Teilnahme am Lehrgang “Arbeits- und Gesundheitsschutz in Hochschulen – Seminar für Sicherheitsbeauftragte der Universität Siegen”
  • Sicherheitsbeauftragter am Institut für Biologie der Universität Siegen
  • Beauftragter für Biologische Sicherheit an der Universität Siegen
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